Die Geschichte Magdeburgs

Fast im Herzen von Sachsen-Anhalt liegt mit Magdeburg eine Stadt, die inzwischen ihr 1.200-jähriges Bestehen gefeiert hat. Heute zeichnet sich die Stadt als Verkehrsknoten­punkt aus. Gleichzeitig ist die Stadt ein Industrie- und Handelszentrum mit einem bedeutenden Binnenhafen. Doch der Weg dorthin war lang.

Magdeburg und die ersten Jahrhunderte

Schon in der Ur- und Frühgeschichte haben sich die ersten Spuren der Stadt finden lassen. Erstmalig erwähnt wurde Magdeburg im Diedenhofer Kapitular Karls des Großen. In den folgenden Jahrzehnten erlebte die Stadt einige Machtwechsel. Auch wurde die Stadt unter anderem der Tochter Edwards des Älteren, Edith, zur Hochzeit als Morgengabe geschenkt. Zur Messestadt wurde Magdeburg 62 Jahre nach dem Tod von Kaiser Otto dem Großen im Jahr 1035 erklärt. Mit einem Patent hat die Stadt das Recht zum Abhalten von Ausstellungen des Handels und Konventionen. Kurz vor Ende des 13. Jahrhunderts begann für Magdeburg die Zeit der kommunalen Selbstverwaltung. Mit Beginn dieser Zeit konnten Ämter, wie die des Burggrafen, durch die Bürger der Stadt selbst besetzt werden. Doch erlebte die Stadt auch militärische Auseinandersetzungen wie die um das Jahr 1430, als es Streitereien zwischen der Stadt und dem Erzbischof gab. Von Bedeutung für Magdeburg war der 17. Juli 1524. An diesem Tag wurde die Reformation in den Kirchen der Stadt eingeführt. Der Anlass für die Einführung war das Abhalten von Predigten durch Martin Luther.

Aufbruch in neue Zeiten

Zeitweilig wurde das Bild der Stadt auch von der Hanse bestimmt. Das lässt sich jedoch nicht mehr so genau festlegen. Der 30-jährige Krieg hat im 17. Jahrhundert außerdem große Spuren der Zerstörung in Magdeburg hinterlassen. Nach dem Jahr 1666 errichteten etwa 15.000 Mann, die durch den Kurfürst von Brandenburg in der Stadt stationiert wurden, die Anlagen der Befestigungen neu. Nur ein Jahrhundert später erfolgte ein weiterer Ausbau der Festung. Nach dem Magdeburg kurzzeitig zum Königreich Westfalen gehörte, wurde im Jahr 1814 die Stadt wieder Preußen zugeordnet. Später wurde die Stadt vom Nationalsozialismus beherrscht, was allein schon dadurch zur Ausgrenzung vieler Menschen geführt hat. Menschen, die als politische und weltanschauliche Gegner bekannt wurden, sind ebenso verfolgt worden, wie Menschen anderen Glaubens. Besonders Juden wurden zur damaligen Zeit stark verfolgt. Mit dem Ende des zweiten Weltkrieges war die Stadt zu einem großen Teil zerstört und wurde als Teil der DDR in den 50er Jahren wieder aufgebaut.

Abwechslungsreiche 1.200 Jahre

In den über 1.200 Jahren hat Magdeburg eine sehr abwechslungsreiche Geschichte erlebt. Geprägt wurde die Stadt von den Blütezeiten der Hanse. Eine wichtige Zeit war das Jahr 1524, als in den Magdeburger Kirchen die Reformation eingeführt wurde. Doch auch die kriegerischen Auseinandersetzungen haben das Bild der Stadt bestimmt. Besonders herausragend sind der 30-jährige sowie der zweite Weltkrieg. Den Aufbruch erlebte die Stadt unter anderem auch dadurch, dass Gebäude auf Anordnung abgerissen wurden.

Bildquelle: Uwe Graf – Fotolia.com

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